Papier begleitet uns in nahezu allen Lebensbereichen – ob als Buchseite, Verpackungsmaterial, Schreibblock oder Toilettenpapier. In Deutschland gehört Papier zu den wichtigsten Gebrauchsgütern und der Papierverbrauch in Deutschland lag 2022 laut Umweltbundesamt bei mehreren Millionen Tonnen. Um den stetig wachsenden Bedarf decken zu können, kommen fortschrittliche Verfahren zum Einsatz, denn: Aus Holz wird Papier – und zwar immer öfter aus wiederverwerteten Fasern.
Doch wie wird Papier hergestellt, ohne die Umwelt übermäßig zu belasten? Eine zentrale Rolle spielt der Wertstoffkreislauf von Papier, der den Einsatz von Recyclingholz fördert. Erfahren Sie, welche Bedeutung moderne Zerkleinerungsmaschinen – wie die Papier- und Holz-Shredder von ARJES – im Recyclingprozess haben und wie sie zu einer ressourcenschonenden Papierherstellung beitragen.
Die ältesten Funde von papierähnlichen Materialien reichen ins antike China zurück. Man schreibt die Entwicklung eines Vorläufers des heutigen Papiers unter anderem dem kaiserlichen Beamten Cai Lun (um 105 n. Chr.) zu. Von dort aus gelangte das Wissen über die Papierherstellung über die Seidenstraße nach Zentralasien und schließlich über den Nahen Osten ins mittelalterliche Europa.
Das ursprüngliche Verfahren, bei dem Pflanzenfasern – insbesondere Hanf, Flachs oder Baumrinde – zerfasert und mit Wasser zu einem dünnen, trocknenden Brei (Pulpe) vermischt wurden, bildet noch heute die Basis der modernen Papierindustrie. Die entscheidende Neuerung war und ist die Nutzung von Holzfasern. Durch chemische und mechanische Verfahren lassen sich daraus stabile Papierfasern gewinnen. Und statt nur frisches Holz zu verwenden, setzt man immer stärker auf Altpapier und recyceltes Altholz als Rohstoffquelle.
Papier besteht in erster Linie aus pflanzlichen Fasern, die zu einer hauchdünnen Schicht gepresst und getrocknet werden. Im Detail sind jedoch noch weitere Komponenten wichtig:
Durch die Kombination dieser Stoffe entsteht am Ende das, was wir als klassisches Blatt Papier kennen. Gerade Füllstoffe und Additive verändern die Qualität, das Gewicht und die Stabilität maßgeblich. Papierhersteller in Deutschland setzen im weltweiten Vergleich sehr erfolgreich auf Altpapierfasern und recyceltes Holz, um die ökologische Bilanz zu verbessern.
Traditionell unterscheidet man in der Papierherstellung zwei grundlegende Ansätze, wenn es um frisches Holz geht:
In der Regel werden diese Verfahren kombiniert bzw. es wird Altpapier beigemischt, sodass unterschiedliche Papiersorten entstehen.
Der nächste Schritt in der Papierherstellung ist das Aufbereiten der Faserrohstoffe in Wasser. Man spricht auch von Pulpe oder Faserbrei. Dieser wird auf ein endloses Sieb geleitet, wo das Wasser zunächst abtropft. In weiteren Press- und Trocknungsstufen wird ein Papierband geformt und geglättet, bis es die gewünschte Festigkeit erreicht. Zum Schluss erfolgt das Aufrollen oder Zerschneiden in handelsübliche Formate.
Da immer mehr Fasern aus Altpapier, Kartonagen und recyceltem Altholz genutzt werden, haben sich Anlagen für Altpapieraufbereitung etabliert. Hierbei wird das gebrauchte Papier im Wasser aufgeweicht (Deinking) und je nach Bedarf von Druckfarben, Leim, Klammern oder anderen Störstoffen befreit.
Traditionell nutzte man überwiegend frisches Holz (rund 40 % der Rohstoffe stammen aus Nadelbäumen wie Fichte oder Kiefer). Heute versucht man, den Anteil an wiederverwerteten Fasern und Sekundärmaterialien zu steigern. Eine weitere Möglichkeit ist die Aufbereitung von Altholz:
Eine der größten Hürden auf dem Weg zu mehr Recycling und einer umweltfreundlichen Papierherstellung ist die Beschaffenheit des Ausgangsmaterials. Holzabfälle sind oft sperrig, verschmutzt oder mit Metallen (z. B. Nägeln) versetzt. Hier kommen die Zweiwellenzerkleinerer von ARJES ins Spiel:
ARJES legt seinen Fokus auf robuste und bedienerfreundliche Anlagen, um langfristig eine stabile Kreislaufwirtschaft zu unterstützen. Die Holzreste oder Faserstoffe können anschließend in Zellstoff- und Papierfabriken gelangen, wo sie zu neuem Papier aufgearbeitet werden. Ohne diesen wichtigen Zwischenschritt des Schredderns und Sortierens wäre viel Recyclingholz schlicht zu unhandlich oder zu stark verunreinigt, um es einer stofflichen Verwertung zuzuführen.
Die Papierhersteller in Deutschland zählen zur Weltspitze, was Innovationskraft und Effizienz angeht. Große Papierkonzerne betreiben moderne Anlagen, in denen jede Faser optimal genutzt wird. Gleichzeitig gibt es viele mittelständische Betriebe, die sich auf spezielle Sorten wie Recyclingkarton, Dünnpapier oder Spezialpapiere konzentrieren.
Durch die zunehmende Einbindung von recyceltem Holz und Papier soll der Verbrauch frischer Fasern reduziert werden. Genau hier zeigt sich, wie wichtig es ist, auch vermeintlich „wertlose“ Holzreste nutzbar zu machen – sei es über Zerkleinerungstechnologien von ARJES oder über entsprechende Sortieranlagen.
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